DHT – gut oder schlecht ?

DHT oder Dihydrotestosteron ist ein männliches Hormon.
Es gilt im allgemeinen als „schlechtes“ Testosteron, welches man
mit allerlei Mitteln bekämpft.
Seinen schlechten Ruf verdankt es in der Bodybuilding-Szene
der Tatsache, daß es aus dem freien Testosteron gebildet wird.

Dieses freie Testosteron ist das, welches nicht mehr oder weniger
fest mit Trägerproteinen verbunden ist, sondern den Zellen frei
zur Verfügung steht.
Um das „wertvolle“ freie Testosteron zu schützen, werden dann
Kräuter genommen, die die Umwandlung von Testosteron zu DHT
hemmen.
[spoiler]
Das bekannteste ist Saw Palmetto, der Extrakt der Sägepalme, der
die Umwandlung in DHT behindert und so und so bei regelmässiger
Einnahme den DHT Level senkt.

Die anderen zwei Fraktionen, die die Umwandlung in DHT verhindern
wollen, sind Menschen mit vergrösserter Prostata und Haarausfall.
Bei vergrösserter Prostata galt immer ein hoher DHT Level als der
Hauptschuldige, neue Forschungen legen nahe, daß eher ein
zu hoher Östrogen Level schuld ist, wie er bei mittelalten,
leicht übergewichtigen Männern (also vielen Mio deutschen Männern)
vorhanden ist.
Die andere Fraktion zu der auch ich jahrelang gehörte, versucht, DHT
zu reduzieren, um Haarausfall vorzubeugen.
DHT kann sich an bestimmte Haarfollikel heften, deren Stoffwechsel
behindern und so langfristig zum Absterben des Follikels führen.
Mit einem Medikament namens Propecia (Finasteride) wird die Umwandlung
von Testosteron in DHT unterbunden.
Es wurde ursprünglich gegen vorgrösserte Prostata entwickelt und wird
in geringerer Dosis täglich lebenslang genommen.
Propecia ist sehr teuer.

Ich hab’s ca. 7 Jahre genommen.
In dieser Zeit vergrösserten sich meine Geheimatsecken ein wenig, ansonsten
passierte wenig.
Nachdem ich mich intensiv mit männlichen Hormonen beschäftigt habe,
entschloss ich mich Ende 2011, kein Propecia mehr zu nehmen.
Verändert hat sich seitdem gar nichts.
Mir war einfach der Eingriff in die männlichen Geschlechtshormone
zu riskant.

Eine wichtige Rolle bei der Entstehung des androgenen Haarausfalls
spielt das Enzym Cyclooxygenase-2 , auch COX 2 genannt.
Auf die Rolle dieses Enzyms und natürliche Mittel, es zu blocken
um Haarausfall zu unterbinden, werde ich später eingehen.

In Geweben wie z.B. dem Gehirn und den Genitalien,
– überall, außer in den Muskeln –

ist das aktive Geschlechtshormon das DHT.
Das Testosteron ist hier gewissermassen der Vorläufer, das Prohormon.

Beim Mann spielen die vielen Hormone wie Instrumente in einem Orchester
zusammen, sie stehen in einem optimalen Verhältnis zueinander und
sollten nicht verändert werden, wenn dieses optimale Verhälnis vorliegt.

Dies ist z.B. bei einem 20 jährigen natural Bodybiulder der Fall.
Alle anderen sollten ein ähnliches Verhältnis von Testosteron, DHT und
Östrogen (ja auch das haben Männer) anstreben.

Um das Verhältnis zu optimieren braucht man(n) ein gewisses Niveau an
DHT im Körper.
DHT ist nämlich nicht das hormonelle Abfallprodukt, als daß es gerne gesehen
wird, sondern im Gegenteil die aktive Form des Testosterons, die, die an den
Zellrezeptoren andockt und damit verantwortlich ist für:

– Antrieb
– Agressivität
– Sexualtrieb
– Fettabbau u.v.m.

Ich persönlich strebe ein DHT Niveau im oberen Normalbereich an ;
um das zu tun, muss ich natürlich erst einmal die 3 Hormonwerte
kennen:
Testosteron
DHT
Östradiol (der unerwünschte Metabolit von Östrogen)

Ein hoher DHT Wert hält normalerweise die weiblichen Hormone
Östrogen, Prolaktin und Progesteron in Schach.
Leider sind wir Männer immer mehr Östrogenen in Pflanzen
(Bier, Soja) und Chemikalien (Pestizide, Pflegeartikel, Plastik, u.s.w.)
ausgesetzt, so daß dadurch sowohl ein sehr hoher DHT- als auch Östrogenwert
möglich ist.

Dieses Ungleichgewicht sollte man zuerst messen und dann beseitigen.

Fazit: DHT ist ein männliches Geschlechtshormon,welches wichtige Funktionen
im Körper erfüllt und ein wichtiger Gegenspieler von unerwünscht hohen
Östrogenwerten ist.
Ein „rumpfuschen“ mit Medikamenten, etc. (zer)stört das Hormongleichgewicht.
Es ist immer besser, seine männlichen Hormone und ihre Gegenspieler zu
messen und zu kennen.

Wo ich messe, welche Werte ich habe und welche ich anstrebe, dann im nächsten Blog.
[/spoiler]


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.