Testosteron und Schlaf (1)

In unser Reihe Hormonoptimierung
schauen wir uns den Einfluss des
Schlafes auf den Testosteronspiegel an:

Testosteron wird zum grossen Teil
während des Schlafes ausgeschüttet.
Über einen komplizierten Regelkreislauf
werden im Gehirn Hormone produziert,
die in den Hoden die Produktion von
Testosteron anregen.
Ausreichend Schlaf ist damit einer der herausragenden Faktoren für
die Testosteronproduktion.

Wichtig ist ausserdem die richtige Schlafqualität.
Wer sehr unruhig schläft und/oder jede Stunde auf die Toilette muss,
wird sicher deutlich weniger Testosteron produzieren als
jemand, der 8 Std. tief und fest geschlafen hat.

Wichtig ist ausreichend Schlaf auch, weil chronischer Schlafmangel
den Cortisol-Spiegel im Körper erhöht.
Dieses schädliche Anti-Stress Hormon erschwert die Testosteronproduktion
ungemein und hat in erhöhter Konzentration auch aus vielen anderen
Gründen im Körper nichts zu suchen.
Auf die anderen verheerenden Schäden (chronisch) erhöhten Cortisols
werde ich in einem späteren Blog eingehen.

Was ist ausreichend Schlaf?

Hier gibt es sicher grosse Unterschiede im Schlafbedürfnis.
Sicher passt sich der Körper auch in geringem Masse an zu wenig Schlaf
an, der Schlaf wird dann tiefer bzw. die Tiefschlafphase verlängert sich.
Trotzdem reichen 4 Stunden wie bei Napoleon Bonaparte sicher nicht aus.
Als er auf St. Helena starb, war er ein körperliches Wrack und sicher
kein Vorbild.
Ich denke, 7-8 Stunden sind ein guter Richtwert, von dem jeder abweichen
kann, solange er sich ausgeschlafen fühlt.

Zuviel Schlaf

Zuviel Schlaf? Kann es so etwas geben?
Für die Testosteronproduktion ist zuviel Schlaf nicht optimal.
Wer jeden Tag 10 Stunden schläft, hat weder mehr noch längere
Tiefschlafphasen, auf die es ankommt, sondern träumt mehr.
Das kann zwar sehr schön sein und bei erotischen Träumen
die Testesteronproduktion ankurbeln, im Grunde verbraucht
man dadurch aber nur seinen Neurotransmitter Dopamin.

Dieser wichtige Neurotransmitter ist nicht nur wichtig für den Antrieb,
sondern kurbelt auch die Testosteronproduktion an.

Problematisch für die Testosteronprodution im Schlaf ist auch
Schichtarbeit.
Diese lässt sich naturgemäss schlecht vermeiden, es sei denn,
man(n) riskiert Ärger mit seinem Chef oder sucht sich
einen neuen Job.
Da dies keine wirkliche Option ist, empfehle ich, mit
Meditation anzufangen, und zwar täglich und mind.
20 Minuten.
Wie, Meditation kann ich nicht/hab ich keine Zeit für?
Jeder, ich wiederhole jeder, kann meditieren,
man muss es

a) wollen und
b) üben

Zum Thema Meditation (und ihren Einfluss auf die Testosteronproduktion)
mehr in einem späteren Blog.

 

 foto by freedigitalphotos dot net


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.