Plastikflaschen und Hormone

In den letzten Jahren wurden Plastikflaschen
immer beliebter,besonders für Wasser.
Sie sind ja auch sehr praktisch:

  • sie sind leicht
  • sie zerbrechen nicht
  • sie sind praktisch für die Industrie

Leider haben sie aber auch gravierende Nachteile, deretwegen ich NIE aus
Plastikflaschen trinke.
Sie enthalten Weichmacher, insbesondere Bisphenol-A, die
als sog. Xenoöstrogene im Körper an Hormonrezeptoren der Zelle andocken
und dort eine Hormonähnliche Wirkung entfalten.
Die Beweislage ist zwar (noch) eher dürftig, es scheinen sich aber
bereits folgende Gefahren herauszukristallisieren:

  • erhöhte Krebsgefahr insbesondere bei hormonabhängigen Krebsarten
    wie Prostata- und Brustkrebs
  • Veränderung (Verschlechterung) des Fettstoffwechsels
  • dadurch Adipositas (Übergewicht)
  • Diabetes (Typ 1 und 2)

problematisch ist die Gefahrenbeurteilung aus zwei Gründen:

  • das Experiment „Plastik“ läuft noch nicht so lange,
    die Schäden werden erst in Jahrzehnten wirklich zu
    beurteilen sein
  • der „moderne“ Mensch nimmt Xenoöstrogene nicht nur
    aus Plastikflaschen, sondern aus unendlich vielen, anderen Quellen auf.
    Seit ich darauf achte, bemerke ich erst, wie viele Lebensmittel in
    Plastik verpackt sind!

So, liebe Herren, das waren erst die Nachteile für alle.
Hinzu kommt für Männer noch folgendes:

  • wir wollen/brauchen keine Östrogene von aussen und schon
    gar keine aus Chemikalien!
  • Wir wollen uns nicht feminisieren lassen und unser Verhältnis
    von Testosteron zu Östrogen immer schlechter werden lassen!
  • wir wollen nicht, daß Chemikalien die Testosteronproduktion
    in unseren Hoden stoppen oder ausbremsen!

Ja, was sollen wir denn sonst trinken?

Also, eins steht fest: gezuckerte oder mit Chemie gesüßte Softdrinks
sollten in Maßen oder als absolute Ausnahme getrunken werden.
Wer gerne Sprudelwasser trinkt, sollte Wasser aus Glasflaschen
kaufen oder noch besser Leitungswasser nehmen und mit Kohlendioxid
aufsprudeln:
z.B. von Sodastream
Da gibt es auch richtige Glaskaraffen, nicht nur Plastik.

A propos:

Plastiktrinkflaschen gibt es mit dem Prädikat BPA – Free (frei),
man muß nur suchen und etwas tiefer in die Tasche greifen.

Wer lieber stilles Wasser trinkt, sollte Leitungswasser trinken.
Das ist zwar immer noch verunreinigt durch verschiedene
Substanzen wie Pestizide,Hormone,Gifte, Schwermetalle,
die leider nicht in der Kläranlage „geklärt“ werden, aber immer
noch besser als die meisten Mineralwässer.
Für die Substanzen, die getestet werden, gelten bei Leitungswasser
strengere Grenzwerte als bei Mineral- oder Tafelwasser!
Das führt dazu, daß ein großer Teil der ach so gesunden
Mineralwasser nicht ins Trinkwasserleitungssystem eingespeist
werden dürfen!

 

 


Kommentare

Plastikflaschen und Hormone — 1 Kommentar

  1. Plastikflaschen????
    Zu den Plastikflaschen habe ich eine Frage. Ist die grundsätzlich giftig? Mir wurde gesagt, nach dem öffnen in eine Karaffe schütten und dann ist es OK. Vor allen Dingen Plastikflaschen die von Lidl also grün sind, wären OK.

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