Vitamin D auffüllen – nur wie?
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Sich vorsichtig, kontrolliert,
anfangs kurz und nicht eingecremt
der Sonne auszusetzen bringt unseren
Vitamin D Status zumindest zwischen
April und Oktober in Lot.
Das ist auch der Grund, daß wir
in den Sommermonaten seltener
unter Infekten leiden, da unser
Immunsystem dank des gebildeten Vitamin D besser arbeitet.

Wenn wir auf dem Bau oder bei Baywatch arbeiten,
bilden wir mit Sicherheit genug D, um uns
gesund durch den Winter zu bringen.
Wie sieht es nun aber mit der Mehrheit der Deutschen aus,
die nicht den ganzen Tag draußen sind und dadurch nicht
jeden Tag Vitamin D in der Leber speichern?

Jeder, der nur am Wochenende oder im Urlaub die
Sonne auf der Haut spürt, muss damit rechnen,
im Winter zu wenig Vitamin D zu haben, da die
Speicher in der Leber dann entleert sind.

Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen ist problematisch,
da es in nennenswerter Menge eigentlich nur in
Kaltwasserfisch (z.B. Lachs, Makrele) vorhanden ist.
Kaltwasserfisch ist (abgesehen von leider zu hohen Schwermetallwerten) gerade als Wildfang wegen
seiner sehr gesunden Fettzusammensetzung sehr empfehlenswert:
er enthält viel Omega 3.
Angesichts drohender Überfischung und wegen zu wenig
Vitamin D Gehalts ist Fisch leider keine Option,
um auf optimale Vitamin D Werte zu kommen.
Lebertran ist auch oft belastet und auch nicht
geschmacklich jedermanns erste Wahl….

Solarien?
Halte ich für suboptimal, da:
– Solarien nicht besonders hautfreundlich sind
– der UV-B Anteil im Solarium verschwindend klein ist

Da auch ich hinter Glas, welches UV-B Licht fast vollständig absorbiert,
arbeite, nehme ich lieber Vitamin D in Kapselform zu mir.
Synthetische Vitamine haben nicht immer einen
guten Ruf, bei Vitamin D sind Bedenken aber nicht
unbedingt gerechtfertigt; es wird gut aufgenommen
und in der Leber gespeichert.

Zwischen April und Oktober reicht mir die Sonne ;
zwischen November und März nehme ich dann Vitamin D in
Kapselform zu mir…

Wieviel Vitamin D nehme ich?

Zwischen April und Oktober gehe ich lieber in die Sonne, als eine
Vitaminkapsel zu nehmen, das ist auch schlauer, weil:

  • bei einem kontrollierten Sonnenbad bis zu 15000 IU Vitamin D aufgenommen werden.
    IU steht für international units, also int. Einheiten und ist die gebräuchliche
    Mengenangabe für Vitamin D. Daß 15000 IU eine Menge ist, sehen wir gleich
  • der Körper bei hoher Vit. D Produktion diese herunterregelt, wenn genügend
    Vitamin D gebildet wurde. Eine toxische Überdosierung des Sonnenvitamins
    ist damit unmöglich

Vitamin D ist fettlöslich und damit überdosierbar. In sehr hoher Überdosierung
ist es toxisch und u.U. tödlich.
Also aufpassen!
(passieren kann eigentlich nur etwas bei grober Fahrlässigkeit
oder Dummheit…)

Manchmal wird vor sg. Megadosen zwischen 5000 und 10000 IU gewarnt.
Dies geht an der Realität etwas vorbei:
Wenn der Körper selber 15000 IU bildet, wie kann dann 5000 IU gefährlich sein?

Wo liegt überhaupt die Grenze zur Giftigkeit:
Wie fast alles wird auch Vitamin D ab einer bestimmten Menge toxisch
Untersuchungen zur Folge liegt die Grenze bei etwa 40000 IU!

Die DGE empfiehlt die geringe Menge von 800 IU/täglich, wobei man
hier anmerken muss, daß die Werte in regelmässigen Abständen
unauffällig nach oben korrigiert werden.
In ein paar Jahren werden sie dann 2-3 mal so hoch sein;
wer so lange warten will, bitte schön.

Als ich vor Jahren anfing, mein Vitamin D aufzustocken, nahm ich 10000 IU
am Tag und brachte meinen Wert so schnell in den Optimalbereich;
Nebenwirkung: ein starkes Immunsystem, was mich zuverlässig vor Infekten
aller Art schützt…..
Mittlerweile nehme ich im Winter 5000 IU täglich; das reicht, um den
hohen Stand zu halten und würde auch reichen, die Speicher in der Leber
aufzufüllen, nur dauert es dann halt etwas länger…..

Seine Speicher mit 800 IU oder 1000 IU (der rezeptfrei in Deutschland erhältlichen
Höchstmenge) zu füllen, ist meiner Meinung nach schwierig bis unmöglich,
es sei denn, man startet bei einem extrem niedrigen Vitamin D-Pegel.
Je höher der Vitamin D Pegel in der Leber, umso weniger Vitamin D
muss man supplementieren.
Heißt konkret: am Anfang reicht wenig (1000 IU), wenn man in den oberen Bereich
vorstoßen will, braucht man deutlich mehr…

In Deutschland nach 5000 IU zu suchen, ist sinnlos, im Internet gibt’s bei Amazon
oder diversen Shops ganz brauchbare Produkte.

Ich kaufe mein Vitamin D hier: (ich verdiene nichts an dem Link)
Das Vitamin wird hier sogar auf natürlichem Wege aus UV-bestrahlten Flechten gewonnen…

Vitabay.net

weitere Blogs zu Vitamin D:

Vitamin D – wieviel?

Vitamin D im Blut messen
Vitamin D, das Sonnenvitamin
Warum sind weiße Menschen weiß ?

foto by  Serge Bertasius @ freedigitalphotos.net

 

 


Kommentare

Vitamin D auffüllen – nur wie? — 1 Kommentar

  1. Hallo, tatsächlich leide ich jedes Jahr pünktlich ab November – Februar an typischen Erkältungskrankheiten, die mich von meinen Sportaktivitäten und Beruflichen Topleistungen abhalten obwohl ich mich bewusst und gesund ernähre. Kaum ist die eine Erkältung abgeklungen meldet sich der nächste Grippale Virus an! Ich kann hier nur einen Zusammenhang mit einem ausgeprägten Vitamin-D Mangel vermuten, da ich zum einem im Norden Deutschlands unter einer Dunstglocke lebe (HH) und zusätzlich einem klassischen Büro Job ausgeliefert bin (morgens im Dunkeln zur Arbeit, 10 min. Außenlicht zur Mittagspause, und Abends wieder Nachhause) darüber hinaus bin ich ein Mediterraner Hauttyp, also liegt es Nahe das ein Vitamin-D Mangel dafür verantwortlich ist. Hätte ich gewusst das man hier präventiv Maßnahmen ergreifen kann und das so wichtige Vitamin-D gezielt durch Kapseln auffüllen kann, hätte ich mir viel Krankzeit sparren können!
    Leider habe ich solch einen Ratschlag auch nie von einem Hausarzt bekommen…

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