Alkohol und Muskelaufbau

Jaja, ich geb’s zu : auch ich
liebe ein Glas Wein mit Freunden
auf der Terrasse oder im Restaurant.
Ein Kneipenbesuch nur mit Wasser ?
Unvorstellbar.
Trotzdem sollte man nicht ganz die Augen 
verschließen, welche Folgen auch relativ
geringer Alkoholkonsum hat. Betrachten wir doch nur einmal den Einfluss vom
Zellgift Alkohol auf unseren Muskelaufbau.
Für’s Ausdauertraining kann man die Effekte übrigens fast 1 zu 1 übernehmen…..

  • Wachstumshormon : Das Wachstumshormon HGH ist eines der wichtigsten
     Hormone des Menschen.
     Mit zunehmenden Alter nimmt die Konzentration im Körper leider ab,
     zum Glück gibt es aber Möglichkeiten, diesen Abbau zu bremsen.
     Krafttraining ist die beste Möglichkeit, da es die Ausschüttung von HGH in den
     ersten Stunden des Schlafes stimuliert.
     Hier bremst Alkohol ganz enorm : solange Alkohol während der relevanten
     frühen Schlafphasen im Blut zirkuliert, wird wenig bis gar kein HGH ausgeschüttet.
     Die Folge: weniger Muskelwachstum und langfristig schnelleres Altern durch
     weniger HGH, welches eine Art „Jungbrunnenhormon“ darstellt. 
  • Testosteron: Die Produktions von Testosteron wird durch Alkohol massiv gestört.
     Sowohl der Regelkreis von Hypothalamus (Zwischenhirn), Hypophyse (Hirnanhangsdrüse),
     als auch die Produktion in den Hoden werden behindert oder kommen sogar zum Erliegen.
     Nach einer ordentlich durchzechten Nacht kann die Produktion bis zu mehreren Tagen
     gestört sein ! 
  • Leber : die Leber ist an fast unendlich vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, regelt
    Fettabbau, Muskelaufbau, produziert eine Vielzahl von Hormonen, u.v.m.
    Wenn die Leber mit Alkoholentgiftung beschäftigt ist, kann sie diese Funktionen
     nicht zufriedenstellend ausüben. 
  • Östrogen : Die Leber baut auch überschüssiges Östrogen im Manne ab.
     Aber nur, wenn sie nicht Zellgifte wie Alkohol entsorgen muss.
     Ansonsten steigen halt die Östrogenwerte. Was für Frauen ganz toll ist,
     ist für Männer eine hormonelle Katastrophe, da erhöhtes Östrogen
     die Testosteronproduktion behindert. 
  • Proteinsynthese : Alkohol behindert die Proteinsynthese, d.h. der Aufbau
    von Muskelmasse wird komplett gestoppt, solange Alkohol im Blut ist.
    An Trainingstagen daher lieber gar nichts trinken! 
  • Regeneration : sowohl im Kraft- wie im Ausdauersport ist Regeneration 
    eigentlich alles. Wir trainieren hart, setzen einen Impuls und in der Regeneration
     wird unser Körper repariert und ist dann hinterher stärker.
     Alkohol verzögert die Regeneration, was den Trainingseffekt mindert,
     es sei den, man trainiert eh nur 1 x die Woche….. 
  • Cortisol : wer öfter mal einen hebt, muss mit erhöhtem Cortisolspiegel rechnen
     abgesehen von vielen anderen gesundheitlichen Risiken ist Cortisol ein stark
     kataboles, also muskelabbauendes Hormon 
  • Alkohol hat 7,1 kcal/g , hat also eine Menge Energie, die immer bevorzugt
     verbrannt wird, es findet in der Zeit keine Fettverbrennung statt. 
  • apropos Fettverbrennung : diese wird enzymatisch und hormonell bedingt noch
     länger unterdrückt, als der Alkoholabbau dauert 
  • Wer Bier trinkt, senkt sein Testosteron durch die im Hopfen enthaltenen
     Phytoöstrogene und riskiert außer einem niedrigen Testosteron-Spiegel
     noch einen Bierbauch und Brüste, auf die Pamela Anderson neidisch wäre….. 
  •  Alkohol wirkt entwässernd, gut hydriert zu sein ist für Sportler jedoch
     unerlässlich. Daher immer ordentlich Wasser zum Drink trinken !
     Nachteil : man muss noch häufiger als ohnehin schon !

Fazit :

Ich werde auch in Zukunft die Finger von der Volksdroge Nr.1 nicht lassen
können. Dazu macht es zu viel Spaß, mit Freunden anzustoßen.
An Trainingstagen gibt es aber entweder gar nichts, oder höchstens mal ein
Gläschen. 
 Komasaufen mochte ich noch nie, da kann denk ich mal jeder über 18jährige
 gut drauf verzichten

 

foto by koratmember @ freedigitalphotos dot net


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