Arthrose und Glucusamin

gelenk

Gelenke sind flexible Verbindungen
zwischen zwei Knochen.
Gelenkknorpel ist dafür da, daß die
Knochenenden während der Bewegung nicht
aneinander reiben und sich abnutzen.
Sie wirken wie ein Stoßddämfer und verteilen
den Druck gleichmäßig auf die Knochen.

Damit der Knorpel auch bei starker Belastung gut funktioniert, muss er sehr elastisch sein.
Bei dieser Funktion braucht der Körper Glukosaminoglycane.
Außer aus Glukosaminoglycanen besteht die Gelenkflüssigkeit noch aus Wasser, Fetten
und Eiweißen.
Die Glukosaminoglycane (ein Aminozucker) sind Bestandteil der Gelenkflüssigkeit
und der Knorpelsubstanz.
Sie sind maßgeblich für die zähe Substanz der Gelenkfüssigkeit und
damit für die Funktion als Schutzfilm und Puffer.

Hergestellt werden die Glukosaminoglycane aus dem Eiweißstoff Glucosamin.
Normalerweise stellt der Körper diese Substanz selber her;
gerade bei schlechter Ernährung, erhöhtem Alkohol- oder Zigarettenkonsum sowie bei
zunehmenden Alter (also bei der Mehrzahl der Bevölkerung)
kommt es vor, daß die körpereigene Produktion nicht mit dem
Bedarf
Schritt hält.

Wie kann man Glucosamin zuführen ?

Man kann vermehrt Schalentiere wie Krabben, Krebse, Hummer und Muscheln essen.
Die enthalten viel Glucosamin, sind sehr gesund und liefern uns ausserdem wertvolle
Proteine und Spurenelemente wie Jod.
Aber mal ganz ehrlich :
Wer kennt jemanden, der diese Nahrungsmittel in ausreichender Menge jeden Tag ißt ?
Eben !
Daher sollte man darüber nachdenken, Glucosamin in Kapselform zuzunehmen.
Zur Vorsorge reichen 300 – 500 mg, wenn man über 40 Jahre alt ist und/oder
intensiv Sport betreibt, können es 500 – 1000 mg sein.
Menschen mit Gelenkverschleiß können bis 1500 mg gehen.
Nebenwirkungen sind selten, ab und kommt es zu allergischen Reaktionen,
dann sollte die Einnahme abgebrochen werden.

Wichtig sind noch zwei Aspekte:

Die Einnahme von Glucosamin macht nur dann wirklich Sinn, wenn die Gelenke
gleichzeitig belastet werden, man also Sport betreibt.
Das „Schonen“ bei Gelenkproblemen ist eine Garantie für Knorpelabbau !

Je früher man mit seiner „Gelenkpflege“ beginnt, umso wirksamer ist sie!
Wer erst mit chronischen Gelenkschmerzen zum Arzt geht, ist definitiv
zu spät dran, besser ist es, sich vorher um seine Gelenke zu kümmern…

Trotzdem rate ich jedem, mit seinen Problemen zu einem Arzt zu gehen.
Hier noch eine Studie dazu, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde:

Link zur Studie

Diese Studie lief über 24 Wochen und wurde vom Ärzteblatt so interpretiert,
daß Glucusamin unwirksam ist.
Wenn man aber genau hinguckt liest man:

„Exploratory analyses suggest that the combination of glucosamine and chondroitin sulfate may be effective in the subgroup of patients with moderate-to-severe knee pain.“

heißt übersetzt:

„Forschungen deuten darauf hin, daß die Kombination von Glucosamin und Chondroitin in der Untergruppe der Patienten mit mittleren bis schweren Knieschmerzen effektiv ist (sein könnte)!“

Unwirksamkeit hört sich anders an, offensichtlich passt es den Ärzten nicht, wenn mündige Bürger
ihre Gesundheit in die eigene Hand nehmen…..

 

 foto by scottchan @ freedigitalphotos dot net


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