Gelenkschmerz – die Volkskrankheit

gelenk schmerz

Gelenkbeschwerden sind eine
Volkskrankheit in so gut wie allen

Industrienationen.
Allein unter abnutzungsbedingten
Gelenkschmerzen leiden in
Deutschland ca. 20 Mio, das ist jeder Vierte.

Betroffen sind oft Wirbelsäule, Hüfte und Knie.
Alle Gelenkknorpel sind lebendiges, stoffwechselaktives Gewebe,
das zu ca. 70 % aus Wasser besteht.
Der Knorpel hat eine Gelenkschmiere, die ihn mit Nährstoffen
versorgen kann.  Der Stoffwechsel des Gelenkknorpels findet über die Gelenkschmiere statt.

Das heißt konkret, daß durch Benutzung des Gelenks Nährstoffe ins Gelenk
„gepumpt“ werden.
In unser modernen Gesellschaft ist es nun leider so, daß Bewegung weitgehend
vermieden wird und die Bequemlichkeit dominiert.
Warum in den 5. Stock laufen, wenn es auch einen schönen Fahrstuhl gibt?
Mit dem Fahrrad in den Supermarkt? Nein, da muss ich ja zurück bergauf fahren!

Wenn Gelenke zu wenig bewegt werden, werden sie nicht ausreichend mit Nährstoffen
versorgt. Zu diesen Nährstoffen gehören nicht nur Vitamine und Mineralien, sondern
auch und vor allem Aminosäuren, also Eiweiß,  aus denen der Gelenkknorpel
in der Trockenmasse hauptsächlich besteht.
Ich wage mal hier eine etwas provokante Vereinfachung:

Gelenkbewegung + Nährstoffe/Eiweiß = Knorpel

Gelenkknorpel ist etwas Lebendiges, nicht etwas, was sich abnutzt wie Bremsbeläge
und dann für immer weg ist !
Durch gezieltes Muskeltraining kombiniert mit Nährstoff Zufuhr ist es möglich,
den Knorpel wieder langsam aufzubauen oder zumindest nicht weiter schrumpfen
zu lassen.

Als Sportarten zum Gelenkaufbau bieten sich zunächst alle „sanften“  Sportarten wie
langsames Laufen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren an.
Durch diese Sportarten wird der Stoffwechsel des Gelenks angeregt und dieses
gleichzeitig nicht überbeansprucht…
Am besten kombinieren wir diese Sportarten mit Kraftsport im Gym !

Probleme mit dem Knie?
Machen wir es doch wie die Fussballprofis und trainieren wir den Oberschenkelstrecker,
den Muskel, der das Kniegelenk stabilisiert, ihm Halt gibt und damit den Knorpel entlastet.

Probleme im unteren Rücken ?
Hier trainieren wir am besten den Musculus Erector Spinae, den „Aufrichter der Wirbelsäule“,

auch Rückenstrecker genannt, ein Konglomerat von mehreren Muskeln, die die untere
Wirbelsäule stabilisieren und damit in der Lage sind, Rückenschmerzen zu beseitigen
oder zu vermeiden – wenn dieser Muskel durch Krafttraining schön kräftig ist.

Zusätzlich bietet es sich an, dem Knorpel die Nährstoffe anzubieten, die er braucht, um zu wachsen,
oder zumindest seine Masse zu halten.

Noch ein Wort: es gilt als schwierig bis unmöglich, verschwundenen Gelenkknorpel wieder aufzubauen.
Wahrscheinlich wurde es hauptsächlich medikamentös probiert an Patienten, die ihr Gelenk wegen der
Schmerzen geschont haben.
Besser, man wartet nicht, bis der Knorpel fast völlig verschwunden ist…..

Übergewicht gilt als eines der grössten Risikofaktoren für die Gelenke, wobei hier dann
wahrscheinlich das Kniegelenk als erstes Probleme macht.

Es gibt Sportarten, die sind Gift für die Gelenke, auch wenn sie wahnsinnig viel Spass machen:

Fussball, Handball, Skifahren, Squash, u.v.m.
Quasi alle, Sportarten mit ruckartigen Bewegungswechseln sind betroffen.

 Niemand muss diese Sportarten aufgeben, man kann es aber machen wie die Fussballprofis:
diese trainieren bewusst bestimmte Muskeln, um ihre Gelenke zu stabilisieren,
z.B. den Oberschenkelstrecker (s.o.).

 

foto by stockimages freedigitalphotos dot net


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