Wie gesund sind Fruchtsäfte ?

Frisch gepresste Fruchtsäfte
aus dem Entsafter oder als  Smoothie
haben den Ruf, sehr gesund zu sein.
Immerhin handelt es sich ja um
„trinkbares Obst“, oder ?
Nehmen wir doch Fruchtsäfte mal etwas
genauer unter die Lupe…..

Der Einfachheit halber betrachten wir hier nur frische Fruchtsäfte oder Smoothies
mit 100 % Fruchtanteil aus dem Kühlregal des Supermarktes.
Fruchtnektare, o.ä. kommen als Zuckerbomben eh nicht infrage.
Die Herstellung von „normalem“ Orangensaft aus dem Tetrapack
ist so unglaublich, daß ich sie in einem gesonderten Blog „präsentieren“
werde.

Welche Früchte werden für Fruchtsäfte verwendet:

Meist natürlich süsse Früchte. Den Ausspruch „sauer macht lustig“
habe ich übrigens seit vielen Jahren nicht mehr gehört.
Verwendet werden gewöhnlich Apfel, Birne, Banane, Mango, Papaya, Orange, usw.
Enthalten sind in all diesen Früchten neben Wasser ca. 10-20 % Fruktose,
also Fruchtzucker.
Des weiteren enthalten sind Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium
sowie Vitamine wie Vitamin C.

Vitamin C

Betrachten wir den Klassiker der Vitamin C Lieferanten, die Orange.
Diese hat einen Vitamin C Gehalt von ca. 50 mg pro 100 g.

Zum Vergleich der Vitamin C Gehalt von:
– Blumenkohl 73 mg
– rote Paprika 140 mg
– Petersilie 160 mg
– Hagebutte 1250 mg

Viele, mit denen ich spreche, trinken frischgepressten Orangensaft in der Annahme,
in Vitamin C zu „baden“.
Orangen liefern keine schlechte Menge an Vitamin D, es gibt aber sehr viele
bessere Lieferanten.

Mineralien:

Orangensaft exemplarisch liefert nur wenige Mineralstoffe.
Einzig Kalium ist mit 200 mg/100g gut vorhanden, hier besteht aber
meist kein großer Mangel.
Alle anderen Mineralien und Spurenelemente wie z.B. Magnesium
sind in zu geringer Menge vorhanden, beim Magnesium sind es 11 mg/100g.
Zum Bedarf an Mineralien tragen Fruchtsäfte bei, man kann aber sehr gut
darauf verzichten…

Sekundäre Pflanzenstoffe:

Hier kommen vor allem die frischen, selbstgemachten Fruchtsäfte endlich
mal voll zum Zuge !
Diese sind voll von gesunden Bioflavonoiden und Ballaststoffen.
Bei gekauften Smoothies kann man nie ganz sicher sein, ob diese
erhitzt wurden, was zu grossen Verlusten führen kann……

Nachteile von Fruchtsäften:

Diabetes:

Einer neuen Studie der Universität Harvard zufolge erhöht der Konsum von
Fruchtsäften das Risiko für Diabetes um 21 %, während der Konsum von Früchten
mit relativ niedrigem glykämischen Index und Beeren das Risiko sogar senken konnte.

Ich vermute, daß hierfür der Verarbeitungsprozeß verantwortlich ist.
Alleine durch die mechanische Zerstörung der Zellstruktur und einhergehendem
Verlust von Ballaststoffen steigt die Aufnahmegeschwindigkeit der in den
Früchten enthaltenen Fruktose beträchtlich an und es kommt zu einem starken
Ausstoß von Insulin, mit all den bekannten langfristigen Nebenwirkungen
wie Abstumpfung der Insulinrezeptoren an der Zelle, Insulinresistenz, Diabetes.

Fruktose und Cholesterin :

Fruktose ist nicht der gesündeste, sonder der ungesündeste Zucker, da
er, wenn er in großen Mengen konsumiert wird, in der Leber in Fette umgewandelt
wird, die mit „schlechten“ Cholesterin transportiert werden.
Mit anderen Worten : viel Fruktose auf einmal zwingt den Körper, „schlechtes“
Cholesterin zu produzieren.
Langfristig führt dies dann zu schlechten Cholesterin Werten !

Fazit :

Das gesunde Potential von Früchten sollte man immer in der ganzen Frucht geniessen.
Die meisten Früchte sind leider auf süß gezüchtet, was zu einem hohen Fruktoseanteil
führt. Man kann aber auch auf weniger süße Früchte oder Fruchtsorten ausweichen !

Süße Früchte wie Mango, Banane, Papaya würde ich nur in kleinen Mengen geniessen.
Uneingeschränkt empfehlenswert sind Beeren, insbesondere Himbeeren, Brombeeren,
Heidelbeeren, Cranberries,  u.v.a.

 

foto by piyato freedigitalphotos dot nez


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