Entzündung – der Omega 3 Test

Entzündung im Körper ist ein sehr alter
und effektiver Mechanismus der Natur,
uns am Leben zu halten.
Ohne Entzündung könnte der Mensch nicht
lange überleben, er würde an jeder Infektion
oder Verletzung sterben.
Problematisch ist Entzündung nur, wenn sie
chronisch wird, also dauerhaft vorliegt.
Das kann z.B. der Fall sein, 
wenn man chronisch entzündete Zähne hat.
Untersuchungen fanden hier einen Zusammenhang zwischen
chronischer Zahnentzündung und Arteriosklerose.
Die Entzündungsbotenstoffe breiten sich im ganzen Körper aus und richten
Schaden an.
Dies fällt in die Kategorie akute Entzündung, die wir alle mit den typischen
Symptomen kennen:
Rötung, Erwärmung, Schwellung und Schmerz.

Neben der akuten Entzündung gibt es aber noch eine relativ unbekannte Art
der Entzündung:

die unterschwellige Entzündung (engl. silent inflammation)

Wie der Name schon sagt, liegt diese unterschwellige Entzündung
unterhalb jeder Auslösegrenze für die klassischen Symptome, bleibt
also unentdeckt.

Der Grund für diese  unterschwellige Entzündung ist ebenfalls ein anderer
als Krankheitserreger oder Verletzung:
Aufgrund veränderter Essensgewohnheiten werden zu viele entzündungsfördernde
Gewebshormone (Prostaglandine) gebildet.
Dies führt langfristig zu unterschwelliger Entzündung !

Unterschwellige Entzündung ist mitverantwortlich für fast jede chronische
Erkrankung wie Parkinson, Alzheimer, Arteriosklerose ( Herzinfarkt, Schlaganfall),
Krebs, um nur einige zu nennen…..

Welche ungeheure Bedeutung  unterschwellige Entzündung hat, erkennt man,
wenn man sich die gesündesten Menschen auf der Erde anschaut:

die Bewohner der Japanischen Insel Okinawa.
Diese haben durch ihre Ernährung, die vor allem reich an Omega 3 haltigem
Fisch ist, ein niedriges Entzündungsniveau im Körper.

Im Grunde also ist Entzündung nichts schlechtes, nur das Übermaß an
Entzündungsbotenstoffen ist das Problem.
Näheres dazu siehe hier

Eicasanoide oder Prostaglandine sind Gewebshormone, das ist ein uralter
Regelmechanismus der Natur, mit der u.a. Blutdruck und Gerinnungstendenz
des Blutes manipuliert werden.
Das ganze funktioniert ähnlich wie beim chinesischen Ying/Yang , es gibt
also für jedes Prostaglandin einen Gegenspieler.
Beispiel: ein Gewebshormon bewirkt die Engstellung der Blutgefäße,
der Gegenspieler die Weitstellung.

Gewebshormone werden in der Zellmembran gebildet, existieren nur für
einen Sekundenbruchteil und geben in der Zeit ihre Botschaft an ein
oder mehrere Nachbarzellen weiter.

Ein einfacher, rudimentärer und unglaublich mächtiger Mechanismus, da
hier auf unterster Zellebene des Körper manipuliert wird.
Ob Richtung gesund oder krank, das bestimmen unsere Gewebshormone.

Da sie sehr flüchtig sind, lassen diese Gewebshormone sich unmöglich messen,
es gibt aber indirekte Methoden, und hier kommen wir zum eigentlichen Thema:

Dem Omega Test:

Dieser gibt Auskunft über den Level der krankmachenden unterschwelligen
Entzündung im Körper.
Für Entzündung gibt es zwar auch andere Tests, z.B. den Test auf
C-reaktives Protein CRP, ein Protein, was z.B. bei entzündeten Zähnen
erhöht ist, aber unterhalb dieser akuten Auslöser nur brauchbar ist,
wenn ein großes Problem vorliegt.

Besser der Omega Test:

dieser misst die Vorstufen der „guten“ und „schlechten“ Prostaglandine
im Körper und erlaubt so Rückschlüsse auf den Entzündungsstatus.
Im Grunde geht es um das Verhältnis von entzündungsfördernden
Omega 6 Fetten und entzündungshemmenden Omega 3 Fetten.
Die Konzentration dieser Fette in den Zellmembranen entscheidet
darüber, ob ein entzündungsförderndes oder ein entzündungshemmendes
Prostaglandin gebildet wird.
Optimal ist ein Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 von 1 : 1,5

Dieses Verhältnis ist in etwa das, welches die Einwohner von Okinawa,
die traditionell lebenden Eskimos sowie unsere jagenden Vorfahren hatten.
Gemessen wird es optimalerweise anhand der Omega 3 Fettsäure
Eicosapentaensäure EPA und der Omega 6 Fettsäure Arachidonsäure AA.

Für ca. 70 Euro habe ich diesen Test bei Ganzimmun in Mainz gemacht,
man kann dort auch Blutproben hinschicken.

Dort werden alle möglichen Fette im Körper gemessen, interessant
sind aber nur 2 Werte: EPAund AA.
Freundlicherweise bekommt man gleich das Ratio irgendwo in der Mitte
ausgedruckt.
Mit diesem Wert kann man nun arbeiten:
Ziel sollte ein Verhältnis von 1:1,5 bis 1:2 zwischen EPA und AA sein.
So hat man genug Entzündung für ein funktionierendes Immunsystem,
aber nicht soviel, das der Körper dadurch auf Dauer Schaden nimmt
und man chronische Erkrankungen bekommt.

Wie man das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 wieder ins Lot bekommt,
schauen wir uns im nächsten Blog an.

 

By Piyachok Thawornmat @ freedigitalphotos dot net


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