Fasten und das Wachstumshormon HGH

In unser kleinen Blogreihe über das Wachtumshormon HGH
haben wir uns angeschaut, warum HGH so wichtig ist (hier)
und wie wir es mit einfachen Mitteln erhöhen können (hier).

Es gibt aber noch einige weitere Methoden zur Optimierung
des Wachstumshormon Niveaus im Körper.
Eine der effektivsten, einfachsten und kostengünstigsten
Methoden, ist es, kurzzeitig zu fasten.

Durch Kurzzeitfasten wird der Körper hormonell in die
Lage versetzt, längere Perioden ohne Nahrung ohne Schäden 
zu überstehen.
Dafür ist es zum einen nötig, die Muskeln zu schützen, zum
anderen die Lipolyse, also den Abbau der Fettzellen, zu forcieren,
um eine konstante Versorgung des Körpers zu garantieren.

Dies wird durch die Modulation von verschiedenen Hormonen
wie Glucagon und Insulin, vor allem aber durch erhöhten Ausstoß
von Insulin durch die Hirnanhangsdrüse erreicht.

Diese sondert pulsartig das Wachtumshormon HGH ab, wenn entsprechende
Signale vorliegen.
Solche Signale können z.B. von den Muskeln kommen, wenn sie durch
Krafttraining total erschöpft sind.

Kurzzeitfasten erzeugt einen ähnlichen Impuls für die Hirnanhangsdrüse.
Untersuchungen haben ergeben, daß sowohl die Häufigkeit des HGH Ausstoßes
als auch die Menge des ausgestoßenen Wachstumshormons zunimmt !

Bei einer Studie des „Intermountain Medical Center Heart Institute“ mit
200 Probanden wurden nach einer 24 stündigen Fastenperiode
bei Frauen HGH Anstiege von bis zu 1300 % und bei Männern sogar von
2000 % beobachtet !

Langfristig ab und zu einen Fastentag einzulegen bringt einem alle Vorteile
eines erhöhten HGH Levels und das ganze denkbar einfach!

Das Wachstumshormon HGH dockt an den Fettzellen an und regt deren
Abbau an. Außerdem regt HGH Muskelwachstum an und ist anabol
wie kein zweites Hormon !
Solange genug HGH zirkuliert, sind die Muskeln geschützt und der
berüchtigte JoJo Effekt tritt nicht ein.

Das oft befürchtete Herunterfahren des Stoffwechsels tritt bei kurzen
Fastenperioden bis 24 Stunden übrigens nicht ein, insbesondere,
wenn man regelmässig Krafttraining macht…

Dies ist auch der Grund, weshalb ich längere Fastenperioden
für mich selber ablehne:
langfristig wird sich der Körper immer durch Absenken des Metabolismus
und Muskelabbau vor dem „verhungern“ schützen.

Der Körper ist in dieser Hinsicht „intelligenter“ als die meisten Menschen.
Auf kurze Perioden ohne Nahrung hingegen ist er perfekt vorbereitet
und reagiert mit entsprechender  Hormonumstellung.

Fasten gilt übrigens als eine der effektivsten Methoden zur Verlängerung des Lebens,
gleichzeitig werden dadurch auch die meisten Zivilisationsgeisseln wie
Diabetes und Arteriosklerose gemindert.
Das ist aber ein eigenes langes Kapitel !

Drei  Dinge noch zum Schluß:

  • viel trinken ist sehr wichtig und lindert auch den Hunger
    2-3 l Wasser oder Kräutertee sollten es schon sein
  • das drückende Hungergefühl, das Gefühl der Unterzuckerung
    verschwindet mit der Zeit, wenn man öfter kurzzeitfastet.
    Als Vorbereitung kann man auch einen LowCarb Monat
    einlegen, um den Körper an die Abwesenheit von Kohlehydraten
    zu gewöhnen und den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren
  • Jede Form des Kurzzeitfastens sollte Gesunden vorbehalten sein,
    oder man spricht mit seinem Arzt !

Wem das alles zu hart ist, für den gibt es morgen die abgespeckte,
moderate Variante (die ich 5-6 mal pro Woche mache)….


Kommentare

Fasten und das Wachstumshormon HGH — 3 Kommentare

  1. Pingback: Intervall-Fasten | FREIHEITSBOTE

  2. „Dies wird durch die Modulation von verschiedenen Hormonen
    wie Glucagon und Insulin, vor allem aber durch erhöhten Ausstoß
    von Insulin durch die Hirnanhangsdrüse erreicht.“
    Stimmt wohl nicht, korrigierren!

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