Fettverbrennungstypen

Die Welt ist schon ungerecht.
Während die einen scheinbar alles essen können, ohne
zuzunehmen, brauchen die anderen nur an Schokolade zu
schnüffeln, und schon nehmen sie zu.
An sich gibt es eine (fast) unendliche Anzahl von unterschiedlichen
Fettverbrennungstypen, man kann jedoch 3 grobe Typen unterscheiden.

Den Fettverbrenner:

Er macht jede Menge Sport, am besten Ausdauersport und hält seinen
Stoffwechsel konstant oben.
Am besten kombiniert er Ausdauersport mit 2-3 Einheiten Kraftsport
im Fitnessstudio, um so durch den „Nachbrenneffekt“ nach dem Training
den Metabolismus am Laufen zu halten.

Um Fett zu verbrennen, braucht man 2 Dinge:

wenig Zucker in der Blutbahn
Fettverbrennende Enzyme

Wenn Zucker im Blut ist, kann und wird der Körper kein Fett verbrauchen.
Das wiederum hängt mit „Schaltern“ im Körper zusammen:
Schalter Nr. 1 nennt sich Insulin.
Dieses Hormon wird nach Konsum von Kohlehydraten wie Brot, Zucker, Nudeln, etc.
ausgeschüttet und schaltet die Fettzellen in den Aufnahmemodus.

Schalter Nr. 2 besagt, daß der Körper immer die ökonomischste Variante zur
Energieerzeugung wählt, also die Variante, bei der am wenigsten Energie
zur Leistungserzeugung in den Mitochondrien aufgewandt werden muss.

Wenn sich genügend Energie in Form von Zucker im Blut befindet,
ist es sehr unökonomisch, Fett aus dem Fettgewebe abzubauen, umzuwandeln
und zu transportieren.
Hierbei wird einfach mehr Energie benötigt, als Blutzucker in die Mitochondrien
zu schleusen.
Der Körper ist also prinzipiell intelligenter als manch ein Diätexperte,
von denen viele diese simple Tatsache immer noch ignorieren.

Die fettverbrennenden Enzyme werden benötigt, um Fett aus dem Fett herauszulösen
und für den Weitertransport in die Mitochondrien vorzubereiten.
Wenn zu wenig oder gar keine dieser Enzyme im Körper existieren, wird man es sehr
schwer haben, Fett abzubauen.
Unglücklicherweise ist der Körper hier wieder gnadenlos rational und ökonomisch
und baut diese Enzyme langfristig ab, wenn sie nicht gebraucht werden.
Dies ist dann der Fall, wenn man sich den ganzen Tag sehr kohlehydratreich
ernährt.
Der Körper bezieht dann seine Energie aus diesen Kohlehydraten und hat für
Fettverbrennende Enzyme keine Verwendung mehr.
Wie bei allem gilt auch hier das Motto : „Use it or loose it “ !

Der unsportliche Wenig-Fettverbrenner

Noch ist er relativ schlank, obwohl er kaum Sport macht,
das liegt entweder am niedrigen Lebensalter oder günstigen Genen.
Mit 20 Jahren schlank zu bleiben, ist keine wirklich große Herausforderung.
Schlankmachende Hormone wie das Wachstumshormon HGH oder auch
Testosteron sind noch sehr hoch, ebenso besitzt er noch relativ viele
fettverbrennende Muskeln.
Mit 50 Jahren noch einen Waschbrettbauch zu haben erfordert hingegen
viel Disziplin und auch Sport.
Man muss dazu seinen Stoffwechsel hoch halten, etwas für seine Muskelmasse tun
und kann halt nicht mehr schlemmen wie in jungen Jahren.

An seinen Genen kann man nicht viel ändern, genetisch festgelegt bzw. im
Mutterleib epigenetisch vorprogrammiert ist die Antwort des Körpers auf
Kohlehydrate.
Wer ein „schlechter“ Insulinresponder ist, also wenig Insulin
als Reaktion auf Kohlehydrate ausschüttet, hat den Vorteil, daß er 
Schokolade essen kann, soviel er will, ohne dick zu werden, während andere,
die viel Insulin ausschütten, davon dick werden.

Die Konsequenz : wer schon dick wird, wenn er nur an Kohlehydraten „schnüffelt“
sollte die Konsequenzen ziehen und sich Low Carb ernähren, oder wird sein
Leben lang gegen Übergewicht kämpfen..

Der Zuckerfan

Er kann einfach nicht widerstehen, Süsses zieht ihn magisch an.
Leider reagiert dieser Fettverbrennungstyp auf Kohlehydrate aller Art
mit einer starken Ausschüttung von Insulin.
Diese große Menge Insulin schließt die Fettzellen auf, die Kohlehydrate
werden in der Leber in Fett umgewandelt und werden im Fettgewebe gespeichert.
Der Blutzucker ist dann nach wenigen Stunden durch das viele Insulin auf einem
sehr niedrigen Stand, man ist unterzuckert.
Den Zustand der Unterzuckerung wiederum mag das Gehirn überhaupt nicht.
Es reagiert mit Schwäche und schlechter Laune, die sich am besten mit schnellen
Kohlehydraten beseitigen lässt.

Die Folge : man braucht viel Süßes, um überhaupt bei Laune zu bleiben ;
dauerhaftes Abnehmen ist in diesem Teufelskreis unmöglich.
Die Muskeln von Übergewichtigen verbrennen hauptsächlich Zucker und
wenig Fett ; da Fett hauptsächlich in den Mitochondrien der Muskeln verbrannt
wird, bedeutet das, daß jede Diät zwangsläufig zum JoJo Effekt und damit zum
scheitern führt.
Die Lösung : Kohlehydrate nach und nach reduzieren, den Blutzuckerspiegel auf diese
Weise möglichst konstant halten.
Gleichzeitig macht es Sinn, die Anzahl der Fettverbrenungsöfen zu steigern,
das gelingt am besten mit regelmäßigem Ausdauersport.
Durch Ausdauersport werden die Mitochondrien, die Fettverbrennungsöfen,
angeregt, sich zu vermehren. 
Dadurch, und durch die Einnahme von L-Carnitin als Fetttransporter
wird der Körper endlich angeregt, Fettgewebe abzubauen.

 

 

 


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