L-Carnitin und Omega 3

Immer noch gilt die Daten- und Studienlage bei L-Carnitin
als umstritten.
Einige Studien können statistisch signifikant beweisen,
daß L-Carnitin die in den vorherigen Blogs (hier, hier und hier)
beschriebenen Wirkungen hat, einige Studien deuten
die Wirkungslosigkeit von L-Carnitin an.

Woran liegt das ?

Sicher liegt es bei einigen Studien am Versuchsaufbau.
Durch entsprechendes Setting kann man die Wirksamkeit und
Unwirksamkeit jeder Substanz belegen, man muss nur die Teilnehmerauswahl
oder die Dosierung so wählen,daß das gewünschte Ergebnis herauskommt.
Damit die L-Carnitin Einnahme gute Ergebnisse bringt, müssen folgende
Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Mitochondrien müssen zusätzliche Energie anfordern.
    Die Zellkraftwerke Mitochondrien fahren ihre Leistung nicht hoch,
    wenn man auf dem Sofa sitzt, sondern bei Bewegung und Sport.
    Dabei ist es relativ egal, ob man Tennis spielt, läuft oder im Gym ackert,
    wichtig ist eine gewisse Intensität.
    Golf und Nordic Walking sind schöne Sportarten, sie regen aber aufgrund
    der zu niedrigen Intensität die Mitochondrien nicht an, Fette anzufordern,
    die dann mit den zusätzlich bereitgestellten L-Carnitin Transportern in den
    Mitochondrien „verbrannt“ werden.
  • Die Zellmembranen müssen durchlässig sein.
    Damit die L-Carnitin-Transporter leicht in die Zelle gelangen können, müssen
    die Zellmembranen weich und durchlässig sein.
    Wer sich lange von Pommes und Keksen „ernährt“ hat, hat mit Sicherheit zu viele
    Transfette konsumiert.
    Transfette sind Fette, die industriell gehärtet sind (es steht auch oft „gehärtete Fette
    auf der Packung) und oft in Fertigprodukten, Backwaren, Imbißessen, etc. enthalten ist.
    Für den Körper sind diese Fette Gift !
    In New York City und Kalifornien sind sie aus diesem Grunde bereits verboten !
    Unglücklicherweise werden diese Transfette auch in die Lipidmembranen der
    Zellen eingebaut.
    So wird aus einer weichen, durchlässigen Membran mit der Zeit eine harte, undurchlässige.
    Immer größere Mengen Insulin werden dann nötig, die Zelle „aufzuschließen“, die
    Folge sind dann Insulinresistenz und Diabetes !
    Auch L-Carnitin ist betroffen, weil der ungehinderte Durchgang durch die
    Zellmembran zum Zellkraftwerk dann nicht mehr gegeben ist.
    Die Lösung :
    Regelmässige Einahme von Omega 3 !
    Omega 3 wird bevorzugt in die Zellmembranen eingebaut, nur wenn kein
    Omega 3 vorhanden ist, wird auf minderwertiges Baumaterial zurückgegriffen,
    wie z.B. Transfette.
    Omega 3 ist ein sehr weiches Fett, welches bis tief in die Minusgrade flüssig
    bleibt. Regelmässig Omega 3 hält die Membranen weich und durchlässig.

Wieviel Omega 3 brauche ich ?

Das hängt von sehr vielen Faktoren ab und.
Ein 70jähriger Diabetiker brauch mehr Omega 3 als ein 20jähriger Leichtathlet.
Für alle Nicht-Diabetiker würde ich 2000 mg Omega 3 (EPA+DHA)
anpeilen, das sind immerhin 4 Kapseln ! (oder 15,wenn man bei Aldi kauft (-; ).
Alternativ kann man Omega 3 Fischöl von Carlson verwenden, schmeckt nicht
toll, ist aber O.K. 1-2 Esslöffel reichen dann.

  • Alternativ, wenn man auf die gigantische positive Wirkung von Omega 3 verzichten
    möchte, kann man auch die Zellen für L-Carnitin aufschliessen, indem man 
    durch Kohlehydratkonsum seinen Insulinspiegel nach oben treibt.
    Insulin dockt an bestimmten Zellrezeptoren an der Membran  an und „öffnet“ die Zelle
    für Nährstoffe wie L-Carnitin.
    Ein erhöhter Insulinspiegel fördert zwar den Muskelaufbau, hat aber auch viele
    Nachteile, z.B. erhöhte Fetteinlagerung, „Verschliessen“ der Fettzellen und mehr
    Entzündungsstoffe im Blut.

Wie mache ich es ?

2000 mg Omega 3 nehme ich sowieso wegen der unzähligen positiven Aspekte
(die hier noch gar nicht angesprochen wurden),
4 X 500 mg L-Carnitin über den Tag verteilt, wenn ich daran denke, sonst 2 X morgens
2 X abends.
An Trainingstagen 2 X vor dem Training, 2 X nach dem Training.
Kohlehydrate esse ich nur nach Krafttraining im Rahmen des Carbo Backloading.
Dazu hier ein Gastartikel von mir…


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