Omega 3 und Blutdruck

Omega 3 ist eines der wirksamsten Mittel,
langfristig seinen Blutdruck zu senken.
Niemand wird mit erhöhtem Blutdruck geboren.
Stress und vor allem Arteriosklerose lassen
den Querschnitt der Gefäße schrumpfen und
erhöhen so den Blutdruck.
Um zu verstehen, wie Omega 3 funktioniert, muss
man viele Hundert Millionen Jahre in die Vergangenheit reisen.

Als Einzeller sich zu größeren Zellverbänden zusammenschlossen
wurde es nötig,daß diese Zellen miteinander kommunizieren.

Die früheste Art der Kommunikation geschah in grauer Vorzeit
mithilfe sogenannter Gewebshormone, den Eicasanoiden
(Manchmal auch Prostaglandine genannt).

Diese Gewebshormone werden in den Zellmembranen gebildet;
sie existieren nur für Sekundenbruchteile, geben ihr Steuersignal
an umliegende Zellen weiter und „verschwinden“ dann wieder.

Die Eicasanoide steuern sehr viel verschiedene Dinge, sie
lassen das Blut leichter gerinnen oder machen es flüssiger.
Sie stellen die Blutgefäße eng oder weit.
Immer gibt es einen Protagonisten und einen Antagonisten,
also einen Spieler und einen Gegenspieler, der das Gegenteil
bewirkt.
Eicasanoide wurden wegen ihrer Flüchtigkeit sehr spät entdeckt,
Ende der Siebziger Jahre, für ihre Entdeckung gab es 1982 den
Nobelpreis, trotzdem hat sich die schier unglaubliche

Wirkung von Eicasanoiden noch nicht weit herumgesprochen.

Im Prinzip beeinflussen wir über die Eicasanoide, ob wir
an Zivilisationgeisseln wie Bluthochdruck, Arteriosklerose,etc.
leiden, oder ob wir noch als hundertjährige fit und aktiv
sind, wie Einwohner der japanischen Insel Okinawa, die
als die gesündesten Menschen der Welt gelten….

Aspirin ist ein Medikament, welches vor fast 100 Jahren
durch Zufall entwickelt wurde.
60 Jahre lang konnte niemand die blutverdünnende,
blutdrucksenkende Wirkung erklären – bis die Eicasanoide
entdeckt wurden, denn genau über diesen Mechanismus
funktionert Aspirin und die meisten anderen Schmerzmittel.

Nun könnte man zur Blutverdünnung und Regulierung des
Blutdruckes jeden Tag mehrere Aspirin nehmen, wie das
ja auch viele Herzinfarkt-gefährdete Menschen tun,
leider ist Aspirin jedoch mit gravierenden Nebenwirkungen
behaftet : bei Daueranwendung drohen Magengeschwüre und
Magenblutungen.

Nebenwirkung: Tot

Die Bewohner von Okinawa haben so etwas wie Aspirin nicht nötig.
Durch ihren Lebensstil beeinflussen sie ihre Eicasanoide
jeden Tag zum positiven.
Dinge wie hoher Blutdruck sind hier relativ unbekannt.

Dieser Lebensstil beinhaltet:

– Eingebettetsein in soziale Strukturen wie Dorfgemeinschaft oder Familie
– ein ruhiger Lebensstil abseits von Großstadtlärm und Großraumbüro
– aus diesen Elementen resultierend ein niedriges Stressniveau
– körperliche Aktivität bis ins hohe Alter
– gesunde Ernährung mit viel Fisch, Algen und Gemüse
– viel Omega 3 durch hohen Fischkonsum

Um die Wirkung von Omega 3 zu verstehen
ist es wichtig zu verstehen, daß sowohl
„schlechte“ Eicasanoide wie auch „gute“
aus Fette in der Zellwand hergestellt werden.
„schlechte“ Eicasanoide werden aus Omega 6

Fetten, „gute“ Eicasanoide aus Omega 3 Fetten hergestellt.

Das „schlecht“ und „gut“ habe ich hier bewußt
in Anführungszeichen gesetzt, weil Omega 6
Fette nicht per se schlecht sind, sondern
weil sie in unser modernen Ernährung viel zu
viel konsumiert werden, während wir viel zu wenig Omega 3 zu uns nehmen.

Eigentlich ist Omega 6 ein essentielles Fett, also
ein Fett, was wir unbedingt zum Leben brauchen ;
schlecht ist nur das Verhältnis von Omega 3
zu Omega 6, und genau auf dieses kommt es an….

Während unserer gesamten Entwicklungsgeschichte
war das Verhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3
in etwa 1:2
Da Omega 6 in Getreide und billigen Pflanzenölen
sehr stark enthalten ist und außerdem viel stabiler
in der Verarbeitung ist als Omega 3, enthalten
Fertigprodukte aller Art sowie Fastfood so gut
wie kein Omega 3, dafür grosse Mengen Omega 6.

Im Fleisch von Gras fressendem Vieh war früher jede Menge Omega 3 enthalten.
Im Zeitalter der Massentierhaltung wird das Vieh
oft nur noch mit Getreide, Mais und Soja gefüttert,
die kaum Omega 3 enthalten ; entsprechend in
der Qualität ist dann das Fleisch.
Fisch wird auch eher selten gegessen, und wenn, dann
oft Farmfisch, der deutlich niedriger im Omega 3 Gehalt ist.

Als Folge dieser Fehlntwicklung hat sich das Verhältnis
Omega 6 zu Omega 3 auf katastrophale Werte von bis zu
1:30 verschoben.

Das Verhältnis von gefäßerweiternden und gefäßverengenden
Gewebshormonen ist dann so ungünstig, daß Bluthochdruck
die Folge ist.

Außerdem wird durch entzündungsfördernde Eicasanoide
die Gefäßverkalkung richtig auf Hochtouren gebracht.
Verkalkte Gefäße tragen ebenfalls zum Bluthochdruck bei.

Meine Empfehlung:

Auf ausreichend Fischverkehr achten.
Am besten sind hier Kaltwasserfsche wie Lachs oder Makrele.

Und Omega 3 in der Kapsel nehmen.
Ich nehme 2000 mg Omega 3 in Form der langkettigen
Omega 3 Fette EPA und DHA zu mir.

Übrigens : das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 im Körper,
welches so unglaublich wichtig zur Vermeidung fast aller
chronischen Krankheiten ist, kann man (indirekt) messen.
Diesen Test stelle ich in einem anderen Blog vor….

Foto by John Kasawa @ freedigitalphotos dot net


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