Vitamin D Sonne und Hautkrebs

Es wird Frühling, die Sonne
gewinnt an Kraft.
Schon hört und liest man  sie wieder,
die Warnungen, ja nicht ungeschützt in die
Sonne zu gehen.
Schauen wir uns doch mal den Zusammenhang
von UV-Strahlung und Hautkrebs an:

Es gibt 2 verschiedene Grundtypen von Hautkrebs

– den weißen Hautkrebs

   dieser lässt sich unterteilen in

  • Basalzellenkarzinom auch Basaliom genannt
    dieser Krebstumor kommt in den Basalzellen der oberen Hautschicht
    vor und ist die häufigste Hautkrebsart.
    Betroffen sind oft Gesicht, Handrücken, Ohren, also Teile der Haut,
    die oft UV-Strahlung ausgesetzt sind.
    Dieses Karzinom zeigt sich als helle, glatte Erhebung.
  • Das Plattenepithelkarzinom ist die zweithäufigste Hautkrebsart in Deutschland.
    Auch sie tritt oft im Gesicht auf und ist eine feste rötliche Erhebung, die sich trocken
    und schuppig anfühlt.
    An dieser Stelle sei noch mal erwähnt, daß sich mindestens alle 2 Jahre ein Hautscreening
    beim Hausarzt empfiehlt. Von Eigendiagnosen rate ich ab !
    Ab 35 Jahren übernimmt die Krankenkasse alle 2 Jahre die Kosten.

     Die weißen Hautkrebsarten spielen bei der Todesstatistik so gut wie keine Rolle,
     da sie sehr gut zu entdecken sind (wenn man denn sucht) und meist auch ähnlich
     wie eine Warze leicht und rückstandslos zu entfernen sind.
     Aggressiv-invasives Verhalten, also das schnelle Ausbreiten im umliegenden Gewebe
     kommt so gut wie nicht vor.
     Metastasen sind sehr selten und kommen wenn überhaupt  beim Plattenepithelkarzinom
     vor, wenn Tumore lange unentdeckt bleiben.

– den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom)

Dieser Hautkrebstyp ist um Längen gefährlicher und aggressiver als die
beiden weißen Typen.

Fast alle Todesfälle von Hautkrebs werden durch diesen schwarzen Hautkrebs bzw. seine
Metastasen hervorgerufen.
Trotz seiner Gefährlichkeit ist er in Deutschland relativ selten, er macht ca. 1 % der
Krebstodesfälle in Deutschland aus.

Die beiden weißen Hautkrebstypen werden hauptsächlich durch
zu viel UV-Strahlung 
hervorgerufen.
Wenn es nur diese beiden Typen geben würde und keine andere Krebsart, wäre es 
sicherlich schlau, sich in einem dunklen Loch zu verkriechen und die Sonne zu meiden
wie ein Vampir.
Die Haut scheint eine Art Buchhalter zu haben, der Lebenslang UV-Strahlung notiert.
Je voller das UV-Konto ist, umso höher die Wahrscheinlichkeit für den weißen Hautkrebs.

Doch Vorsicht !
Es macht einen himmelweiten Unterschied, ob ich mir meine Jahres-UV Dosis in
5 Tagen inklusive 5 Mega Sonnenbränden hole, oder langsam uns vorsichtig von
März an eine Schutzbräune aufbaue.
Im Grunde ist gebräunte Haut der beste Sonnenschutz, den es gibt !
Absolut vermieden werden müssen natürlich Sonnenbrände und extreme Sonnenbäder.

Wer sich von März an kontrolliert der Sonne aussetzt und über Monate eine gesunde, mittlere
Bräune aufbaut, aktiviert das Hautpigment Melanin in den Melanozyten, speziellen
Zellen in der Haut.
Dieses Melanin schützt die Haut besser vor UV-Strahlung als alles andere, und das auch
über das ganze UV-Spektrum.
Ein weiterer Aspekt ist die Verdickung der Haut, die auch einen gewissen UV-Schutz bietet.

Schließlich bleibt auch noch Vitamin D.
Dieses wird nach UVB-Exposition in der Haut gebildet.
Dann werden Teile abtransportiert und erfüllen im Körper wichtige
lebenswichtige Funktionen wie Stärkung des Immunsystems und Schutz vor Krebs
(und zwar vor allen Krebsarten).
Was nicht benötigt wird, wird in der Leber umgewandelt und gespeichert.
Zum extrem wichtigen Vitamin D siehe hier  hier hier und hier.

Ein Teil des in der Haut gebildeten Vitamin Ds verbleibt aber in der Haut, wo
es die Haut vor Schäden durch UV-Strahlung und vor der Entartung zu
Krebszellen schützt.

Kommen wir nun zum schwarzen Hautkrebs:

Schön öfter habe ich (in nicht-Fachzeitschriften) gelesen, daß UV-Strahlung
zu schwarzem Hautkrebs führt.
Die Aussage ist nicht zu 100 % falsch, dafür aber irreführend und undifferenziert.
Richtig ist, das extreme Sonnenbäder und Sonnenbrände das Risiko steigern.

Dies gilt natürlich in besonderem Maße für Zeitgenossen, die den ganzen Tag
drinnen sitzen und dann im Urlaub ihre weisse Haut auf den „Teutonengrill“ schmeißen.
Vergleicht man Berufsgruppen, die das ganze Jahr draussen sind, z.B. Landwirte
mit Büroleuten, sieht die ganze Sache anders aus:
Beim schwarzen Hautkrebs sind es die Melanozyten selber, die entarten.
Eine langsam gebräunte Haut mit Verdickung und viel Melanin scheint hier den
besten Schutz vor UV-Strahlen und den daraus resultierenden freien Radikalen
darzustellen.
Verschiedene Vergleiche haben dies bestätigt, z.B.eine Untersuchung der US-Navy
auf Flugzeugträgern, bei der herauskam, daß die Besatzungen auf den Flugdecks
weniger schwarzen Hautkrebs hatten als die Besatzungen unter Deck, die eher wenig
UV abbekamen.

Übrigens : im Gegensatz zum weißen Hautkrebs sind beim schwarzen nicht die
UV-exponiertesten Hautflächen betroffen, sondern im Gegenteil eher Gebiete,
die sehr wenig UV abbekommen, wie z.B. unter den Armen.

Mein Fazit:

(Haut)krebs braucht kein Mensch.
Unkontrolliertes „Sonnenanbeten“ muss vermieden werden, Sonnenbrände
sind (auch bei Erwachsenen) ein absolutes NO-GO !
Sich der Sonne kurz und großflächig (Shorts oder Bikini) auszusetzen,
hiflt der Haut, ihren Eigenschutz durch Melanin und Verdickung, sowie durch
Vitamin D aufzubauen.
Je nach Hauttyp muss man dabei sehr behutsam vorgehen.
Ein keltischer Hauttyp (rote Haare, Sommersprossen) sollte anfangs nicht länger
als 5 Minuten in die Sonne gehen.
Andere sollten mit 15 Minuten anfangen.
Dann ab in den Schatten, mit Kleidung bedecken oder eincremen.

Wer sich schon vor der Sonne eincremt, stoppt damit jede Vitamin D Produktion.
Vergleiche zwischen US Bundesstaaten haben ergeben, daß Staaten mit viel Sonne 
niedrigere Krebsraten haben, als sonnenarme Staaten – wenn man alle Arten
von Krebs, also auch Brustkrebs, Darmkrebs, etc. dazuzählt !
Die Sonne meiden, um keinen Krebs zu bekommen – das ist so intelligent
wie Selbstmord aus Angst vor dem Tode !

 

foto by samarttiv freedigitalphotos dot net


Kommentare

Vitamin D Sonne und Hautkrebs — 1 Kommentar

  1. Ich war letztens beim Hautarzt München Innenstadt und dieser sprach mich auf meine zahlreichen Muttermale an und ich solle doch einmal sicherheitshalber eine Hautkrebsvorsorge machen. Also tat ich dies und wollte euch meine Rechenren diesbezüglich einmal näher bringen.

    Warum ist es so wichtig eine Hautkrebsvorsorge zu machen?
    In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 120.000 Menschen an Hautkrebs. Ca. 8.000 Menschen davon am schwarzen Hautkrebs und dem sogenannten malignen Melanom. Leider sind jedes Jahr auch über 2.000 Todesfalle zu beklagen und häufig sind dies junge Menschen. Dabei ist Hautkrebs, wenn er früh erkannt wird, zu 100% heilbar.

    Wann sollte man zur Untersuchung gehen?
    Prinzipiell gilt: jede Veränderung der Muttermale ist ein Alarmzeichen.
    Farbveränderungen
    Zu- oder Abnahme von Größe und Dicke
    Änderung der Umgebung von Muttermale
    Missempfindungen
    Blutende Muttermale
    Neuentstehende Muttermale
    Um ehrlich zu sein, kann ich diese Voruntersuchung nur jedem ans Herz legen.

    VG
    Sarah

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