Amalgam – das Gift im Mund ?

Amalgam war jahrzehntelang der Werkstoff
der Wahl fürs Flicken von kariesdurchlöcherten Zähnen.
Immerhin bietet er einige Vorteile wie leichte Verarbeitbarkeit,
lange Haltbarkeit, optimale Anpassung an das Loch
im Zahn 
und vor allem Preisgünstigkeit.
Leider sind diese Vorteil mit einem gravierenden Nachteil erkauft:

Amalgam ist eine Metalllegierung, die neben Zink, Silber, u.a.
zu ca 50 % Quecksilber enthält.
Wie man auf die Idee kommen kann, ein giftiges, nervenschädigendes
Metall in Zähne einzubauen, ist mir ein schleierhaftes Rätsel.
Als ich als Kind einige Amalgamplomben bekam, fragte der Zahnarzt
jedenfalls nicht, welches Füllmaterial ich (oder meine Eltern) bevorzugen würde.

Das Problem an Amalgam ist, daß es durch Korrosion ( und Speichel ist hochkorrosiv)
Quecksilber abgibt.
Je mehr Plomben und je älter und maroder die Plomben, umso mehr Amalgam wird
freigesetzt und über den Speichel, bzw. in verdampfter Form über die Lunge aufgenommen.

Bei der Frage „Sanieren oder nicht“ wird oft argumentiert, daß beim Herausbohren
von Amalgamfüllungen erst recht Amalgam freigesetzt wird.
Dies lässt sich auch leider aller Vorkehrungen des Zahnarztes zum Trotz nicht ganz
verhindern, denn Quecksilber verdampft leicht und wird dann über die Lunge aufgenommen.
Eine Möglichkeit, das Einbauen des Quecksilbers in Körpersubstanzen zu verhindern,
ist die Aufnahme von Zink während der Sanierungsphase.
Eine Möglichkeit, Quecksilber zu neutralisieren und auszuscheiden ist Selen.
Beides habe ich im vorhergehenden Blog beschrieben (hier).

Mengenempfehlung:

Zink: 30-50 mg, am besten wegen der besseren Absorbtion Zinkchelat
Selen: normal 200 mcg, während der Sanierung 400 mcg, nicht mit Vitamin C
             zeitgleich einnehmen

Wer sich nicht sicher ist, ob er Amalgamaltlasten sanieren soll, oder nicht,
dem empfehle ich den Amalgam Kaugummi Test.
Hier wird eine Speichelprobe abgegeben, dann 10 Minuten ein Kaugummi gekaut
und eine weitere Speichelprobe abgegeben.
Durch das Kauen des Kaugummis wird deutlich mehr Quecksilber abgegeben und
so das Kauen von Nahrung simuliert.
Das ganze wird eingeschickt und kommt als Ergebnis per Post zurück.

Schwierig wird es bei der Interpretation:

laut Arbeitsschutzrichtlinie dürfen bei Arbeitern, die mit Quecksilber arbeiten,
35 mcg/l nicht überschritten werden.
Wieviel Gift ein jeder in sich tolerieren möchte, bleibt einem selber überlassen.
Mir wären schon 5 mcg/l zuviel.

Nicht vergessen: es handelt sich hier nicht um kurzfristige Spitzen, sondern
eine Belastung, die man 24 Std./Tag 365 Tage/Jahr hat !

Bestellen kann man diesen Test bei einer der 60 Umweltapotheken in Deutschland…..

Übrigens: wer noch Amalgamplomben hat, setzt beim Kauen von Kaugummi immer
deutlich mehr Quecksilber frei !

 

foto by artur84 freedigitalphotos dot net


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