bessere Mitochondrienfunktion

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle (siehe „mehr Mitochondrien!„).
Sie gewinnen Energie für uns, schützen uns bei optimaler Funktion
vor aggressivem Krebs und sind als einzige Bestandteile
des Körpers in der Lage, Fett zu verbrennen.

Sport ist die einfachste Möglichkeit, sowohl die Funktion zu verbessern
als auch die Anzahl der Mitochondrien zu erhöhen.
Im Grunde ist es den Mitochondrien egal, aus welcher Nahrungsquelle sie ihre Energie beziehen.
Fett oder Kohlehydrate (in Form vom Einfachzucker Glukose),
alles wird gleichermaßen für die Energieproduktion verwendet…
Mit einem kleinen Unterschied: bei der Verwendung von Zucker als Energiequelle
fallen deutlich mehr freie Radikale an, als beim Fett.

Diese freien Radikale sind in der Lage, Gewebe zu schädigen –
unglücklicherweise fallen nicht nur die meisten freien Radikale
bei der Energieproduktion in den Mitochondrien an,
sondern die Mitochondrien sind auch sehr empfindlich
gegenüber diesen freien Radikalen.

Der Körper (und auch die Mitochondrien) ist normalerweise
sehr wohl in der Lage, sich gegen diese freien radikale zu schützen,
vor allem mit Hilfe des Körpereigenen Radikalenfängers Gluthation,
einer Eiweißverbindung.
Diese spendet das fehlende Elektron, um freie Radikale zu unterstützen,
muss dann aber durch Antioxidantien wie Pflanzenstoffe oder Vitamine
wieder aufgeladen werden.

Wenig Antioxidantien = mehr Schaden an den Mitochondrien !

Die einfachste Methode, die Anzahl der Mitochondrien zu erhöhen
und gleichzeitig den oxidativen Stress durch freie Radikale zu senken,
ist der Verzicht auf industrielle Kohlehydrate wie Getreideprodukte,
polierter Reis, Pommes, Süßspeisen, etc.
Wer ißt wie ein Steinzeitmensch, produziert durch den Verzicht auf schnelle Kohlehydrate
weniger freie Radikale in den Mitochondrien
und verbessert deren Funktion.

Die effizienteste Art, die Mitochondrienfunktion zu verbessern, ist durch ketogene Ernährung,
also NoCarb die Produktion von Ketonkörpern anzuregen.
Hilfreich sind hier die sogenannten mittelkettigen Triglyceride (MCT),
das sind Fettmoleküle mittlerer Länge, die z.B. im Kokosfett enthalten sind
(siehe Kokosnussöl und Kokosnussöl – die Vorteile).

Die Abwesenheit von Kohlehydraten in der Ketose ist wichtig,
da Kohlehydrate immer vor Fett verbrannt werden.
Die Verbrennung von Kohlehydraten hat für den Körper (und damit die Mitochondrien)
immer Priorität, da deren Verstoffwechselung mit weniger Energieaufwand verbunden ist.

Nicht vergessen: der Körper hat noch nicht kapiert,
daß er in einer dickmachenden Überflussgesellschaft lebt….

Mittelkettige Triglyceride haben den Vorteil, daß sie ohne L-Carnitin Transporter
in die Mitochondrien gelangen können.
L- Carnitin ist bei „normalen“ (langkettigen) Fetten nötig,
um die Fette zur Energieerzeugung ins innere der Mitochondrien zu transportieren.
Ein Mangel an L-Carnitin schränkt also die Mitochondrienfunktion ein.

Normalerweise kann der Körper L-Carnitin aus Lysin und Methionin,
zwei essentiellen Eiweissen, selber herstellen.
Bei hohem Bedarf an Eiweiß, z.B. im Ausdauersport oder Kraftsport
kann es schnell zu einem Mangel an Aminosäuren kommen.

Aber auch für Normalbürger macht es Sinn, täglich geringe Mengen von L-Carnitin zu sich zu nehmen, am besten 2-3 Gramm verteilt auf 3-4 Portionen/Tag. So ist eine optimale Aufnahme im Darm garantiert….


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