Östrogen (Östradiol) reduzieren

Östrogen wird gerne mit Frauen in Verbindung
gebracht, aber auch Männer haben und brauchen
dieses Hormon, wenn auch nur einen Bruchteil dessen,
was Frauen benötigen.
Beim Mann wird Östrogen durch einen Vorgang namens
Aromatase aus Testosteron hergestellt.

 

 

Gleichzeitig unterdrückt ein (zu) hoher Östrogenspiegel
die Startsignale im Gehirn zur Produktion von Testosteron
in den Hoden.

Ein hoher Östrogenspiegel reduziert also gleich auf zweifache Art und
Weise das von uns gewünschte freie Testosteron.

Problematisch ist, daß Jahr für Jahr der Östrogenspiegel beim
alternden Mann ansteigt, mit all den negativen gesundheitlichen Folgen
eines hohen Östrogen- und niedrigen Testosteronspiegels…..

Hier bittet sich an, rechtzeitig proaktiv tätig zu werden, um den Östrogenspiegel
durch verschiedene Maßnahmen niedrig zu halten und das Verhältnis
von Testosteron zu Östrogen zu optimieren.

Übrigens: wenn ich hier von Östrogen spreche, meine ich immer die besonders
aktive (und beim Mann im Übermaß schädliche) Form Östradiol…

Hier nun die Maßnahmen zur Östradiol Reduzierung:

  • Abnehmen: ein Großteil der Umwandlung von Testosteron zu Östrogen
    findet in den Fettzellen statt.
    Besonders aktiv tun sich hier die Fettzellen im Bauchbereich hervor.
    Je mehr Körperfettanteil, umso mehr Aromatase, umso mehr Östradiol !
  • Kraftsport: Kraftsport reduziert langfristig den Körperfettanteil, da der
    Stoffwechsel noch 1-2 Tage auf erhöhten Niveau weiterläuft
    und sorgt dafür, daß Zellrezeptoren verstärkt mit Testosteron besetzt werden,
    was langfristig das Verhältnis Testosteron/Östradiol verbessert.
  • mehr grünes Blattgemüse essen: Salat Spinat und Co. enthalten Fasern,
    die sich an Gallenflüssigkeit binden und dabei helfen, überschüssiges
    Östrogen zu beseitigen
    TIP: Green Smoothies sind ein bequemer (und leckerer) Weg, seinen
    Anteil von Blattgrün an der Ernährung drastisch zu erhöhen!
    Ansonsten tut’s auch der gute, alte Salat zum Essen.
  • Alkohol meiden: solange die Leber mit Alkoholabbau beschäftigt ist,
    kann sie nicht andere wichtige Funktionen wie den Abbau überschüssigen
    Östradiols wahrnehmen (siehe auch hier)
    Dran denken: auch wenn der Alkoholpegel im Blut bereits Null ist,
    arbeitet die Leber weiter am Abbau der Metabolite…..
  • Iss Kreuzblütler wie Kohl, Brokkoli, Rosenkohl und Blumenkohl.
    Diese enthalten viel des Pflanzenstoffs Diindolylmethan (DIM).
    DIM beseitigt im Gewebe gespeicherte überschüssige Hormone
    wie Östradiol.
    Genialerweise scheint DIM hier bevorzugt die schädlichen Metaboliten
    des Östradiols zu beseitigen
  • Vorsicht mit (Kuh)milch:
    Kuhmilch enthält möglicherweise signifikante Mengen an Östrogenen,
    das liegt in der Natur der Sache.
    Zusätzlich werden Kühe gerade in der Massentierhaltung gerne mit
    Östrogenen behandelt.
    Anderseits schätze ich Kuhmilch als sehr anabole Substanz,
    sie kann also beim Muskelaufbau helfen…
    Mein Kompromiss: ich kaufe nur noch Bio-Milch, meist aus der
    Flasche, dann ist sie meist nicht homogenisiert (nicht gut) und mit
    viel Glück auch nicht pasteurisiert (ultrahocherhitzt), also Rohmilch.
  • Viel Trinken: immer ein guter Tip.
    Hier hilft es dem Körper, überschüssiges Östrogen auszuscheiden.

 

Foto © Zerbor – Fotolia.com


Kommentare

Östrogen (Östradiol) reduzieren — 3 Kommentare

  1. Ich lese hier immer wieder davon wie man(n) seinen Testosteronspiegel steigert, und seinen Östrogenspiegel senken kann und welche Vorteile das hat. Folgende Fragen hätte ich diesbezüglich:
    – Geht ein erhöhter Testosteronspiegel mit gesteigerter Aggressivität einher?
    – Geht ein erhöhter Testosteronspiegel mit stärkerem Haarausfall einher.
    – Von Tribulus Terrestris habe ich auf dieser Seite interessanter noch nichts gelesen. Wie ist diese Pflanze (oder dessen Extrakt) in Sachen Testosteron / Östrogen zu bewerten?

    Vielen Dank im Voraus.

    Seb

    • – Geht ein erhöhter Testosteronspiegel mit gesteigerter Aggressivität einher?

      Nein, tut es nicht. Agressivität resultiert eher aus Angst, Schwäche
      oder geringem Selbstwertgefühl.
      Weitere Faktoren für Agressivität sind meiner Meinung nach Mangel
      an bestimmten Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin.

      – Geht ein erhöhter Testosteronspiegel mit stärkerem Haarausfall einher ?
      Nicht unbedingt: androgener Haarausfall wird laut Lehrmeinung durch
      das „Ersticken“ genetisch vorbelasteter Haarfollikel durch den Testosteronmetabolit
      DHT verursacht, genau wie eine vergrösserte Prostata.
      Neuste Forschung liegt nahe, daß hier auch ungünstige Östrogenmetabolite eine ungünstige
      Rolle spielen.
      Die Gleichung viel Testostron = viel Haarausfall ist auf jeden Fall falsch
      Propezia und Co. verhindern die Umwandlung von T in DHT; dies ist aber ein künstlicher,
      massiver Eingriff in den Hormonhaushalt, daher lehne ich Prozezia ab.

      – Von Tribulus Terrestris habe ich auf dieser Seite interessanter noch nichts gelesen. Wie ist diese Pflanze (oder dessen Extrakt) in Sachen Testosteron / Östrogen zu bewerten?

      Kommt noch Tribulus ist meiner Meinung einer der eher ineffektiven T-Booster.
      Ich cycle Tribulus, d.h. ich nehme es 1 X pro Woche, um seine Effektivität
      (die eher mau ist) zu erhalten.
      Besser Pine Pollen, DAA und Tongkat Ali (letzere kommen auch noch dran…..)

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