Intermittend Fasting Vorteile

An dieser Stelle möchte ich noch
einmal die Vorteile des intermittend
fastings anpreisen.
Intermittended fasting könnte man
mit periodisiertem Fasten übersetzen.

Im Gegensatz zu längeren Fastenperioden wird
beim intermittend fasting nur kurz gefastet, dafür aber häufig,
d.h. mehrfach pro Woche oder sogar täglich.

Die Fastenlänge variiert, ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit der 16/8
Methode gemacht, d.h. es wird jeden Fastentag 16 Stunden gefastet und
8 Stunden gegessen.

Diese Methode ist für mich verträglicher als z.B. 24 stündige Fastenperioden,
in denen meine Laune deutlich in den Keller rauscht.

Wer ein cleveres 16 Stunden Fastenfenster wählt und eine kurze Eingewöhnungszeit
übersteht, sollte derartiges Ungemach, welches meist durch einen zu niedrigen
Blutzuckerspiegel und damit mangelhafter Energieversorgung des Gehirn
verursacht wird, vermeiden.

Da ich eh kein grosser Frühstücker bin, hat sich folgendes Fenster bewährt:

Letze Mahlzeit um 18:00 Uhr. Beginn des Fastenzeitraumes von 16 Std.
Dieser endet um 10:00 morgens.
Gar nicht so schlimm, oder ? (vgl. meinen Beitrag über IF hier)

Nun aber zu den Vorteilen:

  • der Blutzucker bleibt konstanter:
    Auch wenn in der Eingewöhnungsphase das Gegenteil passiert:
    wenn der Körper und der gesamte Metabolismus sich an den Nahrungsentzug
    gewöhnt haben, ist der Blutzuckerspiegel deutlich konstanter.
    Ein konstant niedriger Blutzuckerspiegel verringert die Wahrscheinlichkeit,
    an so unangenehmen Krankheiten wie Diabetes zu erkranken.
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  • die Insulinsensitivität nimmt zu:
    Hiermit ist gemeint, wie stark die Insulinrezeptoren der Zelle auf Insulin
    ansprechen.
    Bei Diabetikern (Typ 2) sind diese Rezeptoren durch zu viel Insulin abgenutzt,
    es muss immer mehr Insulin ausgeschüttet werden.
    Im Fastenfenster muss kein Insulin ausgeschüttet werden, die Rezeptoren
    haben die Chance, sich zu einem gewissen Grade zu „resetten“.
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  • Die Bauchspeicheldrüse wird geschont:
    Diese schüttet das Hormon Insulin aus.
    Leider wurde sie nicht für die Dauerproduktion von Insulin gebaut,
    genauso wenig wie die Leber dafür gebaut wurde, permanent Alkohol abzubauen.
    Gibt der Bauchspeicheldrüse öfter mal eine Pause, und sie wird dir länger
    treue Dienste leisten !
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  • wer regelmässig intermittend fasting betreibt, ist meist deutlich schlanker.
    Vollkommen logisch:
    wer 8 Stunden täglich ißt, ißt meist weniger, als jemand , der 18 Stunden ißt.
    Auch der konstantere Blutzuckerspiegel (und damit konstant niedriges Insulin)
    und die erhöhte Insulinsensitivität helfen ungemein beim Schlankbleiben.
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  • Aus den vier Punkten oben ergibt sich ein deutlich reduziertes Risiko
    an Diabetes Typ II zu erkranken.
    Bei den jährlich steigenden Diabeteszahlen ist das ein unschlagbares Argument.
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  • Stark übergewichtigen Menschen wird manchmal mangelnde Disziplin vorgeworfen:
    das ist so nicht richtig:
    oft ist ganz einfach die Ausschüttung des Sättigungshormons Leptin behindert.
    Zu Sättigungshormonen siehe hier
    IF ist in der Lage, die bei Übergewichtigen reduzierte Ausschüttung von Leptin
    auf ein Normalmaß anzuheben und so eine Sättigung schon bei „normalen“
    Portionen zu erreichen.
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  • Adiponectin ist ein Hormon, welches in Zusammenarbeit mit Leptin und Insulin
    das Sättigungsgefühl und die Nahrungsaufnahme regelt.
    Es wird in den Fettzellen produziert und ist bei Übergewichtigen reduziert.
    Auch hier kann intermittend fasting helfen, ein normales Niveau anzustreben.
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  • Schutz von neuronalen Verbindungen:
    IF löst eine Art Stressreaktion in Gehirn aus.
    Faktoren wie der brain derived neurotropic factor (BDNF) und verschiedene
    Schutzproteine werden aktiviert und schützen das Gehirn vor verschiedenen
    neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson:
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  • Cortisol:
    Dieses Stresshormon wird als Reaktion auf IF vom Körper ausgeschüttet um
    zum einen Energiereserven (z.B. im Fettgewebe) zu aktivieren und den
    Körper in den Aktions-Modus zu versetzen.
    Nicht vergessen:
    Bis vor kurzen hat man sein (unfreiwilliges) intermittend fasting nicht durch das
    Öffnen des Kühlschranks, sondern durch mühsame Nahrungsbeschaffung beendet.
    Normalerweise sollte man Cortisol wie der Teufel das Weihwasser meiden,
    wie es den Anschein hat schadet, schadet es durch die kurze Dauer beim IF
    nicht – im Gegenteil:
    Die Stressresistenz des Körpers scheint sogar erhöht zu werden !
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  • FOXO:
    Foxo ist ein Genschalter, also ein Mechanismus im Zellkern, der Gene
    aktiv oder passiv schalten kann.
    Wenn Foxo „eingeschaltet“ ist, werden Abwehrproteine aktiviert, die
    als „zweites Immunsystem“ in der Lunge, im Darm und auf der Haut
    Erreger angreifen  und so unser Immunsystem massiv unterstützen.
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  • Autophagie:
    Autophagie ist ein Prozess, bei dem bei verringerter Nahrungszufuhr
    und niedrigem Insulinspiegel ein „recycling“ von Zellkomponenten
    einsetzt.
    Zweck des ganzen ist es, Zellbaustoffe wiederzuverwenden und Energie
    daraus zu produzieren, wenn ansonsten nicht genug Bausteine mit der
    Nahrung zugeführt werden.
    Im Grunde ist eine gewisse Nahrungskarenz genetisch in uns Menschen
    verankert, diese wird genutzt, um in den Zellen eine Art „Frühjahrsputz“
    zu veranstalten und sie so von alten und/oder beschädigten Komponenten
    zu befreien.
    Solange der Magen gefüllt ist, wird der Körper allerdings nicht auf dieses
    nützliche „Notfallreparaturprogramm“ zurückgreifen…
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  • Wem diese Vorteile immer noch nicht reichen, hier der Knaller zum Schluss:
    Intermittend Fasting ist in der Lage, den Level vom Wachtumshormon
    HGH beträchtlich in die Höhe zu treiben.
    Ich denke HGH kann aufgrund seiner vielfältigen Effekte durchaus
    als „Jungbrunnenhormon“ bezeichnet werden.
    Details dazu in diesem Beitrag hier.

Urheberrecht: kadmy / 123RF Stockfoto


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