Dopamin und Testosteron

Dopamin ist ein Neurotransmitter, welcher als auch
„Antriebshormon“ bekannt ist.
Es arbeitet dabei Hand in Hand mit Testosteron
zusammen, welches ja ebenfalls für inneren Antrieb
und Motivation sorgt.

Im Grunde dürfte es extrem selten sein, daß jemand ein
hohes Niveau an Dopamin und ein niedriges Niveau an
Testosteron hat; fast immer laufen sie synchron.

Beispiel:

Depressive Männer haben so gut wie immer zu wenig Dopamin.
Gleichzeitig hat man deutlich erniedrigte Level von Testosteron
bei den meisten von ihnen festgestellt.
Wird die Depression überwunden, normalisiert sich der Testosteronspiegel
parallel zum Dopaminspiegel langsam wieder.

Wer also keine Energie hat, sein Sofa am liebsten gar nicht verläßt oder
sich einfach nicht zum Sport motivieren kann, sollte nicht nur seinen
Testosteronlevel messen lassen, sondern auch aktiv etwas für sein Dopamin tun.

Hier einige Vorschläge:

  • Lass dich auf Wettkämpfe ein:

Wettkämpfe liegen Männern im Blut.
Ob es sich um einen Wettlauf oder eine Partie Tischtennis handelt,
spielt keine so grosse Rolle: bei Wettkämpfen jeder Art wird Dopamin
ausgeschüttet.
Vorsicht: Auch bei Computerspielen wird Dopamin ausgeschüttet, vor allem
bei Spielen wie World of Warcraft oder Call of Duty.
Dies ist erst einmal positiv – langfristig ist diese Dopaminauschüttung
einer der Faktoren, die einen unter Umständen süchtig werden lassen.
Dies gilt im übrigen analog auch für Raucher, die bald schon ihren „Dopaminkick“
durch die Zigarette nicht mehr missen wollen…..

  • Meditation:
    Einer der beinahe unzähligen Vorzüge regelmässiger Meditation ist,
    daß diese die Auschüttung von Dopamin begünstigt.
    Gleichzeitig wird der bei vielen durch zu viel Stress aller Art zu hohe
    Cortisolspiegel nach unten reguliert.
    Weniger Cortisol sorgt in den meisten Fällen wiederum für mehr Testosteron.
    Noch ein Beipiel dafür, wie Dopamin und Testosteron synchron laufen….. 
  • Hol dir täglich eine Stunde Tageslicht.
    Jeder kennt den stimmungsaufhellenden Effekt von Tageslicht und
    blauem Himmel.
    Sich einfach nach draussen setzen und das helle Licht geniessen schüttet
    neben anderen Hormonen auch Dopamin aus.
    Noch besser ist natürlich die Kombination aus Licht und Bewegung
    in Form von Sport !
  • Die richtige Dosis Schlaf:
    Jedermann weiss, wie Müdigkeit Motivation und Antrieb lahmlegt.
    Daher sollte man ausreichend Schlaf allerhöchste Priorität einräumen.
    Der Schlafbedarf ist individuell verschieden, er sollte aber ca. 7-8
    Stunden betragen.
    Auch zuviel Schlaf kann Dopamin rauben:
    Jeder kennt es: anstatt nach 10 Stunden frisch und ausgeschlafen zu erwachen,
    ist man erst einmal total „matschig“.
    Grund:
    Die zusätzlichen Traumphasen kosten Neurotransmitter, so auch Dopamin….
  • Sport:
    Regelmässiger Sport steigert den Antrieb !
    Wer Sport treibt, obwohl ihm eigentlich der Antrieb fehlt, wird
    merken, daß er nach dem Sport mehr Antrieb hat, auch unangenehmere
    Aufgaben zu erledigen…
  • sich Ziele setzen:
    Diese Ziele können privater, beruflicher oder sportlicher Natur
    sein. Wichtig ist, daß man etwas hat, auf das man hinarbeiten kann.
    Wichtig ist auch, daß dieses Ziel zwar anspruchsvoll, aber erreichbar
    ist und keinen zusätzlichen Stress erzeugt.
    Beispiel: sich zum Ziel setzen, einen Marathon zu laufen (und dafür zu trainieren)
  • sei positiv !
    Pessimisten haben naturgemäß weniger Antrieb (und Dopamin) als
    Optimisten.
    Warum sollten sie sich auch anstrengen, geht ja eh schief.
  • reduziere Alkohol:
    Alkoholische Getränke gegen einem zwar erst ein „Dopamin-High“,
    langfristig und hinterher sinkt jedoch der Dopamin Spiegel.
    Jeder kennt es von Neujahr:
    Die Silvester Party war klasse, aber am Tag danach kommt man einfach nicht
    aus dem Bett und hat zu nichts Lust
  • nehme Tyrosin:
    Tyrosin ist eine nicht essentielle Aminosäure, aus der in Gehirn Neurotransmitter
    produziert werden, so auch Dopamin.
    Der Körper kann L-Tyrosin selber synthetisieren, als Grundrohstoff dient hier
    die essentielle Aminosäure L-Phenylalanin.
    Ich bin mir sicher, daß keiner, der diesen Text liest, jemals seinen Phenylalanin
    Spiegel im Blut gemessen hat – ich habe es vor Jahren getan:
    der Wert war im gelb-roten Bereich, d.h. dem Körper stand zu wenig Phenylalanin
    zur Verfügung.
    Einige hundert Whey-Protein Shakes später ist dieser Mangel längst behoben,
    ich nehme daher kein Tyrosin.
    Wer jedoch unter den typischen Symptomen des Dopaminmangels leidet,
    sollte einmal probieren L-Tyrosin zu nehmen.
    Bei meinem Lieblings-Eiweißlieferanten MyProtein kann man günstig
    Tyrosin kaufen.
    500 g kosten ca. 20 Euro, bei einer Tagesmenge von 1-2 g sollte das
    fast ein Jahr reichen….Tyrosin ist übrigens auch in Lebensmitteln wie Bananen enthalten, allerdings
    nur in sehr geringen Mengen….
  • sorge für ausreichend Antioxidantien:
    Dopamin wird leicht durch freie Radikale oxidiert, also unbrauchbar gemacht.
    Es empfiehlt sich also, frei Radikale durch eine Ernährung reich an Antioxidantien
    zu neutralisieren, sprich Obst und vor allem Gemüse.
    Mein persönlicher Tip:
    Astaxanthin, ein Pflanzenstoff aus Algen gewonnen und natürliches Vitamin E (siehe hier ).

 

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